#51 Diagnose Krebs. Und dann, Dr. Sonja Heibl?

Shownotes

Diagnose Krebs. Und dann?   In diesem Moment bleibt die Welt stehen. Und eine – oft schwere – Reise beginnt. Aber diese Reise muss nicht ins Dunkel führen. Krebs ist nicht mehr das, was es einmal war.

Ein Gespräch, das Mut macht. Und das so manchen Mythos aufräumt. Dr. Sonja Heibl leitet die Abteilung Innere Medizin am Klinikum Wels-Grieskirchen, ist stellvertretende Leiterin des Tumorzentrums Oberösterreich, hauptverantwortliche Onkologin des Brust-Gesundheitszentrums Wels – und lehrt an zwei Universitäten.

Wir sprechen über: ● was sich in der Krebstherapie in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert hat ● warum Immuntherapie ein echter Wendepunkt in der Onkologie ist ● was Palliativ wirklich bedeutet – und was nicht ● ab wann Vorsorge Sinn macht – und warum nur 40 Prozent der Frauen zur Mammografie gehen ● und was klinische Studien mit Risiko zu tun haben – oder eben nicht

Ein Gespräch, das keine falschen Hoffnungen macht. Aber echte.

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00:00:02: Mach es gesund.

00:00:04: Dein Podcast für ganzheitliche Gesundheit.

00:00:10: Heute als dein Host Susanna Winkelhofer.

00:00:16: Diagnosekrebs,

00:00:17: in diesem Moment bleibt erst mal die Welt stehen.

00:00:20: Alles steht still und dann beginnt oft eine lange beschwerliche Reise.

00:00:26: aber die muss gar nicht im Dunkeln enden.

00:00:28: Krebs ist nicht mehr das was es einmal war.

00:00:31: Die Medizin schreibt eine neue Geschichte Aber wie lebt man mit einer Diagnose, die dennoch das Leben auf den Kopf stellt?

00:00:39: Welche neuen Forschungsergebnisse?

00:00:41: gibt es vielleicht die Hoffnung oder Mut machen und gibt es auch Möglichkeiten, wie wir jeden Tag etwas tun können um Krebs vorzubeugen.

00:00:51: Überall diese Fragen sprechen wir heute Mit Frau Dr.

00:00:55: Sonja Heibel, sie leitet die Abteilung Innere Medizin am Klinikum Wels-Kreskirchen mit den Schwerpunkten Hematologie, internistische Onkologie, Palliativmedizin sowie Nephrologie und Dialyser.

00:01:08: Sie ist stellvertretender ärztliche Leiterin des Tumorzentrums Oberösterreichs Hauptverantwortliche Onkologin des Brustgesundheitszentrum Wels und lehrt an zwei Universitäten Und hat erstaunlicherweise sich jetzt auch noch Zeit genommen.

00:01:24: Herzlich willkommen, liebe Frau Dr.

00:01:26: Heibel!

00:01:27: Ja vielen Dank für die

00:01:28: Einladung.

00:01:29: Jetzt kann man an dieser kurzen Vorstellung schon erkennen ihr Alltag ist gefüllt.

00:01:35: Da ist natürlich die Frage wie bleibt denn da noch Zeit dass sie auf ihre eigene Gesundheit achten?

00:01:41: und dann machen wir mal so einen kleinen Gesundheitscheck.

00:01:51: Drei Dinge diese täglich für ihre Gesundheit tun?

00:01:55: Ja, da muss man einmal kurz nachdenken.

00:01:57: Grundsätzlich versuche ich in der Ernährung das so zu gestalten dass ich mich sozusagen die Vitamine in natürlicher Form zunehme und ausgewogen ernähre sowie es für alle Menschen eigentlich empfohlen ist.

00:02:14: Ich versuche dann Bewegungen meinen Alltag einzubauen wobei das oft sehr schwierig ist sozusagen das täglich durchzuhalten, aber ich bemühe mich sehr dass ich das zumindest am Wochenende nachhole.

00:02:28: und das dritte ist was natürlich auch nicht täglich ist.

00:02:31: Aber was glaube ich für die gesundheit sehr wichtig ist die Vorsorgeuntersuchungen wahr zu nehmen und das baue ich auch in meinen Alltag ein und aus diesem Grund war ich auch heute in der Früh bei der Mammografie und habe auch das erledigt so zu sagen

00:02:47: Drei Dinge, die Sie täglich tun?

00:02:49: Obwohl sie wissen das es jetzt nicht unbedingt förderlich für ihre Gesundheit ist.

00:02:53: Ja auch da muss ich nachdenken was ich da mache.

00:02:56: Ich glaube das größte Problem ist dass man einfach diese Dinge die sozusagen man glaubt dass die für die gesundheitserwichtig sind, für die nimmt man sich oft zu wenig Zeit und das is eben sozusagen die Bewegung eines der Dinge, die wahrscheinlich wichtig werden hier ein bisschen mehr Zeit einzuhäumen.

00:03:18: Die oft so kurz kommen.

00:03:20: Blutwerte, die Sie ganz genau ansehen bei Ihrem Blutbild?

00:03:24: Ja ich schaue mir da die Blutwirte an wo man sozusagen eingreifen könnte wenn etwas nicht in Ordnung ist.

00:03:31: das ist eben Blutzuckerblutfette wo man im Lebensstil aber auch wenn die verändert sind medikamentös eingreiften könnten um hier sozusagen einfach die Richtung bestimmen zu können.

00:03:46: Und das Thema Work-Life Balance, wie trennen Sie denn da Beruf und Privatleben gerade auch bei diesem so intensiven Thema?

00:03:54: Ja, wie Sie sagen ist sozusagen das Pendle zwischen work and life nicht ganz ausgeglichen in meinem Leben aber Das Wochenende dient dazu, sozusagen das Ganze wieder in die Balance zu bringen und da verbringe ich sehr gerne Zeit.

00:04:11: In der Natur hier kann ich am besten abschalten und wieder Kraft tanken für die nächste Woche.

00:04:28: Krebs als Todesurteil – das haben wir irgendwie so in unseren Köpfen.

00:04:33: Ist es immer noch so oder ist es auch berechtigt dass wenn wir Krebs hören gleich an Sterben denken?

00:04:41: Oder ist es mittlerweile überholt?

00:04:45: Natürlich kommt ein Desermals erstes in den Sinn.

00:04:49: Krebs ist immer noch die zweithäufigste Todesursache, aber letztlich wenn die Diagnosekrebs gestellt wird sollte das nicht gleich das erste sein.

00:04:58: und dass man denkt weil sich der Diagnostik in der Therapie dieser Erkrankungen sehr viel getan hat und wir bei vielen Erkrankungen Fortschritte gemacht haben sehr viele Erkrankungen geheilt werden können und hier mit dem Tod sozusagen nichts zu tun haben.

00:05:17: Was hat sich denn da in den, weiß ich nicht, zehn oder vielleicht auch zwanzig vergangenen Jahren in der Behandlung von Krebs grundlegend geändert?

00:05:27: Ja man hat sozusagen die Entstehungsmechanismen der unterschiedlichsten Tumorarten besser entschlüsseln können und dadurch auch in vielen Fällen zielgerichtete Therapien entwickeln können, die hier sehr effektiv in das Wachstum dieser Tumorzellen eingreifen können.

00:05:47: Es hat sich in der Vorsorge sehr viel getan – das ist natürlich sozusagen der wichtigste Schritt eigentlich in der Vermeidung oder in der Früherkennung von Tumorekrankungen.

00:06:02: Wenn man gewisse Tumorkrankungen sehr früh erkennt, dann hat man eine sehr, sehr hohe Chance, dass die mit der Primärtherapie auch geheilt werden.

00:06:10: Und das ist glaube ich einmal der wichtigste Ansatzpunkt sozusagen in der Vorsorge und man kann natürlich nicht alle Tumorerkrankungen durch Vorsorge verhindern!

00:06:20: Und wenn Sie sagen Vorsorge, gibt es da ein bestimmtes Alter wo Sie sagen ab diesem Alter wirklich bitte regelmäßig.

00:06:28: oder wenn sich jetzt jemand denkt okay ich bin eigentlich erst dreißig aber ich möchte jetzt schon vorsorgen.

00:06:33: macht das auch Sinn?

00:06:35: Ich glaube grundsätzlich.

00:06:36: gibt es sozusagen die entsprechenden Empfehlungen für die unterschiedlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel Darmkrebsvorsorge ab dem viertigsten Lebensjahr.

00:06:45: Das ist jetzt relativ neu um fünf Jahre das Alter gesenkt worden weil man eben gesehen hat dass das schon einen Sinn macht und dass man hier sozusagen noch einmal einen wichtigen Teil an Patienten voll erkennen kann.

00:06:59: ich glaube diese grundsätzlichen Alterslimits Fachgesellschaften empfohlen werden sollten, glaube ich schon eingehalten werden.

00:07:08: Das macht Sinn.

00:07:09: aber wenn man in einer besonderen Konstellation ist dass in der Familie zum Beispiel jemand jung erkrankt ist an einer Krebserkrankung dann macht es schon Sinn noch einmal etwas früher als sozusagen der Diagnosezeitpunkt bei dem Familienangehörigen war mit der Vorsorge zu starten.

00:07:27: Aber eben wie gesagt bei den Erkrankungen, bei denen Vorsorge auch einen Sinn macht.

00:07:31: Wie eben Darmkrebsvorsorge oder Brustkrebs-Vorsorge, gynäkologische Vorsorge – das sind die wichtigsten Entitäten wo man mit der Vorsorge was erreichen kann?

00:07:43: Vorsorge ja auch deshalb, oder wenn ich das richtig verstehe, dass man das meistens gar nicht spürt.

00:07:48: Also dass es jetzt nicht gleich einen Schmerz verursachen würde?

00:07:51: Genau so ist es!

00:07:53: Die Vorsorge zielt darauf ab die Erkrankung sehr früh zu erkennen in einem Stadium, indem man mit einer entsprechenden Maßnahme dann der Erkrankung auch heilen kann und meist hat man in diesem Stadium absolut überhaupt keine Symptome oder Beschwerden durch die Durcherkrankungen.

00:08:10: Gibt es Forschungsergebnisse aktuell oder Dinge, die gerade geforscht werden, wo Sie sich denken das macht Mut?

00:08:18: Das könnte einen neuen Durchbruch bringen.

00:08:20: Gibt's da irgendwas auf der Sischawarten?

00:08:23: Ich glaube, der größte Durchbruchs in den letzten Jahren war die Integration der Immuntherapien in die Therapie von Tumorerkrankungen mit ganz unterschiedlichen Ansätzen.

00:08:36: aber letztlich ist sozusagen steckt dahinter, dass man das körpereigene Immunsystem so weit anregen möchte.

00:08:46: Dass es die Tumorzellen wieder erkennt und dann die Tuma-Zellen abtötet wie wenn ein Erreger von außen wäre zum Beispiel der einen Körper eindringt.

00:08:54: Und das hat uns bei vielen Entitäten sehr viel weitergebracht.

00:08:58: Es hat sehr gute Therapierfolge gebracht und hier gibt's eben auch Weiterentwicklungen, aus dem Körper entfernt Immunzellen, diese außerhalb des Körpers modifiziert dann wieder in den Körper rückbringt, rücktransferiert sozusagen und dann diese veränderten Zellen die Tumorzellen erkennen abtöten.

00:09:23: Und so zu einer langfristigen Remission auch bei Erkrankungen die früher nicht so gut und langfristig zu kontrollieren waren erreicht.

00:09:30: Das ist schon etwas was Mut macht Und was auch sehr, sehr spannend ist und wo wir sehr viele Erfolge feiern können.

00:09:42: Und Patienten vor allem sehr lange in eine Remission gebracht werden können.

00:09:49: Diese Immuntherapie wird in Kombination mit anderen Therapien wie zum Beispiel Chemotherapie oder Verstrahlung angewandt?

00:10:00: Das kann man auch alleine anwenden, aber in vielen Fällen kombiniert man das mit der klassischen Chemotherapie und hat hier die Wirkung der Chemotherapien deutlich verstärken können.

00:10:10: Jetzt haben wir schon ein bisschen über Prävention gesprochen.

00:10:13: Gibt es etwas zum Thema Präventions, wo Sie sagen, dass wissen die wenigsten Menschen?

00:10:18: Ich glaube, die Prävention ist natürlich eine wichtige Maßnahmen in dem Sinne, dass man versucht Dinge die dazu beitragen das Veränderungen im Körper entstehen die letztlich dann zu einer Tumorerkrankung führen.

00:10:36: Dass man die verhindert.

00:10:38: aber ich denke man muss auch schon in Betracht ziehen, dass mit Einzelmaßnahmen das nicht verhindern kann.

00:10:48: Die Tumeinstellung ist etwas sehr kompliziert ist.

00:10:51: Da passieren sehr, sehr viele Vorgänge in frühen Stammzellen teilweise wo die dann letztlich einmal oft über viele Jahre erst zu einer Entstehung einer Tumorzelle führen.

00:11:04: und natürlich ist es wichtig dass man hier sozusagen gewisse Dinge einhält wie eben ausgewogene Ernährung Bewegungen wo wir wissen das beeinflusst sozusagen unseren Körper positiv.

00:11:20: Aber ich denke, dass man durch oder nicht rauchen natürlich.

00:11:23: Das sind schon ganz, ganz wichtige Dinge die hier einen Einfluss haben.

00:11:28: aber letztlich eine Einzelmaßnahme wird die Entstehung einer Tumorkrankung nicht

00:11:33: verhindern.

00:11:33: Und dann kann es eben dazu kommen das man die Diagnose bekommt.

00:11:37: und jetzt ist gerade auch diese Phase von Diagnosen bis zum Start der Behandlung der Therapie glaube ich ganz eine schwierige einfach dieser Schock das erstmal annehmen.

00:11:49: Sie sehen dann natürlich tagtäglich die Reaktionen der Patientinnen und Patienten.

00:11:53: Sind die ganz unterschiedlich oder reagieren da alle irgendwie gleich geschockt im ersten Moment?

00:11:59: Naja,

00:12:00: grundsätzlich wie sie sagen ist das natürlich eine die schwierigste Phase für jeden Menschen, für jeden Patienten wenn man so eine Diagnose bekommt und dann sind noch viele Dinge zu erledigen bis wir dann tatsächlich sozusagen die Therapie festlegen kann und das weitere Prozedere bestimmen kann.

00:12:17: Und das ist diese Phase der Unsicherheit, wo man nicht weiß wie es weitergeht.

00:12:21: Das ist für die Patienten sicher das Belastendste.

00:12:26: aber ich glaube es ist auch wichtig diese Zeit sozusagen sich zu nehmen weil hier oft einmal bestimmte sehr wichtige histologische Untersuchungen ablaufen und hier ist ganz wichtig dass alle Möglichkeiten ausschöpfen, dass wir eine wirklich so zu sagen harte Diagnose bekommen und dann einfach die bestmögliche Therapie für die Patienten und Patientinnen auch festlegen können.

00:12:55: Die Reaktion der Menschen auf diese Phase ist natürlich sehr unterschiedlich.

00:13:00: Manche können das von einem Punkt zum nächsten einfach sozusagen das jetzt auszuhalten und durchzumachen und andere sind natürlich schon sehr verzweifelt unruhig Und wollen versuchen, das irgendwie zu beschleunigen natürlich.

00:13:18: Andere sind natürlich traurig – das ist ganz klar!

00:13:21: Das ist so eine Diagnose.

00:13:23: Reist einfach die Boden unter den Füßen weg und da muss man eben versuchen glaube ich und es wichtig den Patienten und Patientinnen das Gefühl zu geben dass man einfach alles so abläuft, dass man letztlich dann das beste Ergebnis für sie auch erzielen kann und dass das unser gemeinsames Ziel ist.

00:13:47: Da ist natürlich danach gleich viel Angst da!

00:13:49: Man hat ja Bilder im Kopf, das haben wir aus Filmen von den Medien Menschen mit Karlem Kopf ganz abgemagert wo man gleich an Chemotherapie denkt.

00:14:00: diese Angst zu einer Chemotherapies für viele halt einfach ganz präsent und groß.

00:14:06: Gibt es Fakten über die Chemotherapie, wo Sie sagen das könnte diese Angst vielleicht ein bisschen nehmen oder ist diese große Angst auch einfach berechtigt?

00:14:16: Es hat sich auch bei der klassischen Chemotherapien in den letzten Jahren im letzten Jahrzehnt schon sehr viel getan.

00:14:22: Die Verträglichkeit ist schon besser geworden und die Begleiterabien sind besser geworden.

00:14:30: Es kann immer noch bei einer klassischen Chemotherapie Übelkeit auftreten, aber wir haben da sehr gute Medikamente, wo man das in der Regel sehr gut in den Griff bekommt.

00:14:41: Es gibt Situationen, wo einfach eine Chemotherapi braucht, wo die Haare ausfallen – das ist eine Nebenwirkung, die aber natürlich sehr belastend ist.

00:14:50: Das versuchen wir mit den Patienten und Patientinnen.

00:14:53: zu besprechen und sie auch darauf vorzubereiten mit allen möglichen Konsequenzen, wie eben Perücke oder was man halt alles tun kann sozusagen dagegen.

00:15:03: Aber auch ihnen schon zu sagen dass uns das auch bewusst ist, dass es für denjenigen, denen es trifft natürlich ganz etwas anderes bedeutet als für jemand anderen und ich versuche immer das so mit den Patienten zu besprechen, dass das ja letztlich eine vorübergehende Nebenwirkung ist, die dann auch wieder verschwindet.

00:15:25: Es ist eine Nebenwirkung, die oft psychisch wirklich sehr belastend für die Patientinnen und insbesondere Patientinnen ist.

00:15:34: Aber wenn man sich gemeinsam darauf vorbereitet, ist es eigentlich so, eine Phase sozusagen in der Behandlung der Erkrankungen darstellt, die dann doch ganz gut überstanden wird.

00:15:51: Aber letztlich gibt es schon sehr viele Mythen um die Chemotherapie, die sich aus ganz früheren Zeiten nicht eliminieren lässt.

00:15:59: also ich glaube die Verträglichkeit ist nicht mehr so wie vor dreißig Jahren so schlecht sondern wir haben schon viele Begleitmedikamente wo wir diese Verträglichkeit verbessern können, aber nichtsdestotrotz kann es eine anstrengende Zeit für die Patienten und Patientinnen natürlich

00:16:15: sein.

00:16:16: Und nicht immer braucht sie eine Chemotherapie – Sie haben jetzt schon die Immuntherapie angesprochen – Bestrahlung, Operation?

00:16:23: Wie schnell ist denn da klar, welche Therapieforme für einen Patienten eine Patientin geeigneter ist oder welche Kombination nötig ist?

00:16:33: Ja dazu braucht man eben am Anfang nach der Diagnosestellung die Fakten Die Histologie, wie ist das Ausbreitungsstadium?

00:16:43: Ist es nur lokalisiert oder sind auch Metastasen vorhanden?

00:16:48: und dann kann man sozusagen die Therapie auswählen.

00:16:51: Ist eine Operation gefolgt von Strahlentherapien oder braucht man auch eine Chemotherapie?

00:16:55: oder bei Brustkrebs zum Beispiel eine antihormonelle Therapie dazu?

00:16:59: aber letztlich um das festzulegen braucht man die histologische Diagnose und das Stadium der Erkrankung Und das braucht oft Zeit und ist eben für die Patienten und Patientinnen belastend.

00:17:12: Jetzt

00:17:12: haben wir hier keine Glaskugel, aber einfach so von ihrem Erfahrungsschatz oder ihrer Beobachtung glauben Sie dass in fünfzehn Jahren es einen Durchbruch einer anderen Therapie gibt, die vielleicht etwas wie eine Chemotherapie ersetzen könnte mit weniger Nebenwirkungen?

00:17:32: Jetzt nicht unbedingt in die Glaskugel schaut, aber auch einmal ein bisschen zurückschaut.

00:17:36: Sieht man das sich schon extrem viel getan hat und dass die klassischen Chemotherapien durchaus etwas im Hintergrund treten, aber natürlich noch immer eine Rolle spielen, aber weniger werden?

00:17:50: Ich glaube, dass ich die Zukunft dass die Zukunft sicher neue Therapien bringen wird.

00:17:57: Aber ob die klassische Chemotherapie tatsächlich komplett verschwindet, das traue ich mir nicht zu sagen.

00:18:03: Ich hoffe, dass sozusagen die Weiterentwicklung der neuen Immuntherapien auch der KT-Zelltherapin so weit kommt, dass wir vielleicht die klassischen Chemotherapien nicht mehr brauchen.

00:18:19: Es zeichnet sich ja ab, Therapien, die man oft nur in den hinteren Linien verabreicht jetzt nach vorne wandern und also in der ersten Linie auch zum Einsatz kommen.

00:18:30: Und dass wir dann vielleicht bei einem Teil der Patienten diese klassischen Chemotherapien mit schweren Nebenwirkungen vielleicht nicht mehr brauchen.

00:18:39: Dann ließ man auch immer wieder von der Impfung, dass die dann irgendwie kurz vom Durchbruch steht bei bestimmten Krebsarten.

00:18:49: Was wissen Sie dazu?

00:18:50: Also gibt es da auch schon quasi einen Zeitraum, wo man sagen kann dass das wirklich spruchreif wird.

00:18:56: Das ist ein Thema, das sich schon sehr lange in der Onkologie erhält.

00:19:04: sozusagen wir haben natürlich jetzt neue Technologien die ja mit der Covid-Impfung sozusagen auch relativ einer breiten Bevölkerungsgeschichte bekannt geworden sind Substanzen, die letztlich für die Tumortherapie primär entwickelt worden sind.

00:19:23: Es kommen langsam solche Impfungen in die Studien aber wir haben letztlich im klinischen Alltag diese Impfungen wo ein großer Durchbruch erzielt worden ist noch nicht zur Verfügung.

00:19:37: Ein Fachbereich von ihnen ist auch die Palliativmedizin.

00:19:40: wenn man jetzt auf seiner Diagnose das Wort palliativ liest Also ich sage es jetzt nur aus meiner Sicht.

00:19:46: Ich würde mir denken, oh je!

00:19:47: Es gibt keine Hoffnung mehr.

00:19:50: Gibt man dann nicht als Patient-Patientin automatisch auf?

00:19:54: Oder verstehen wir das falsch, das Wort palliativ?

00:19:56: Ja,

00:19:57: ich glaube schon ein bisschen das falsche Verständnis.

00:20:01: letztlich unterscheidet man bei der Therapie von... Tumorerkrankungen eine kurative und eine palliative Therapie.

00:20:07: Eine kurative Therapy bedeutet, dass wir mit den Therapiemassnahmen es schaffen, dass die Erkrankung geheilt wird und dass man dann keine Therapien mehr braucht.

00:20:17: Und wenn man das nicht erreichen kann, dann wird eine palliative Chemotherapie, palliativ immuntherapie eingesetzt.

00:20:26: Das sind Therapien, die die Tumorekrankungen behandeln die Tumormasse zurückdrängen und das Leben verlängern.

00:20:37: Und bei guter Lebensqualität ist hier ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, aber die palliative Therapie oder chemotherapie, tumorspezifische Therapie bedeutet nicht dass man nichts machen kann sondern dass man mit den therapeutischen Maßnahmen die man setzt sozusagen die Tummerkrankung letztlich chronifizieren möchte und dass man möglichst lange, möglichst gut mit einer Erkrankungen leben

00:21:03: kann.

00:21:03: Aber wie lange das dann genau ist?

00:21:05: Man hört ja immer das Patienten erzählen.

00:21:09: Man hat mir noch ein halbes Jahr einen Ja gegeben.

00:21:13: Ist es eine Information, die man automatisch bekommt oder die man wirklich einfordern muss oder in welchem Moment ist es auch wichtig zu kommunizieren?

00:21:22: Ich glaube diese Aussage ist ja sehr, sehr schwierig zu treffen.

00:21:25: Also man kann letztlich nicht vorher sagen wie lange das Leben eines Tumorpatienten dauert.

00:21:35: Man kann natürlich gewisse Statistiken heranziehen die in Studiendaten erhoben Studiendaten erhoben wurden.

00:21:42: Aber letztlich ist das ganz, ganz schwer vorherzusagen.

00:21:44: Das hängt immer von vielen unterschiedlichen Faktoren ab.

00:21:47: wie spricht der Patient die Patientin auf die erste Therapie und auf die zweite?

00:21:51: Und das kann.

00:21:52: der Zeitrahmen ist von bis möglich und ich persönlich finde so eine Aussage sehr schwierig

00:22:01: weil

00:22:02: Patienten wenn sie einen Zeitrahmenn hören und man sagt es in sechs Monaten Das wird über sechs Monate gut gehen.

00:22:12: Dann ist das für die eine massive Belastung, die ja dann möglicherweise gar nicht eintritt und deswegen bin ich da sehr zurückhaltend mit solchen Prognosen wie lange man noch oder wie lange ein Patient noch zu leben

00:22:27: hat.

00:22:28: Aber gibt es viele Patienten, Patientinnen, die diese Frage konkret stellen?

00:22:32: Oder möchten das?

00:22:33: die meisten noch gar nicht wissen?

00:22:34: Also es gibt natürlich immer wieder Patienten, die danach fragen.

00:22:38: Die aber die genaue Zahl oder Anzahl der Monate oder der Jahre, die man einschätzt ist sozusagen für sie noch zur Verfügung stehen kann und nicht wissen wollen.

00:22:49: Ich glaube letztlich geht's darum den Patienten schon den Horizont zu sagen Ist das was wo wir jetzt eine Therapie machen und dann ist alles erledigt oder ist damit zu rechnen, dass die Erkrankung nach Beendigung der Therapie wieder kommt.

00:23:05: Und das ist natürlich für die Lebensplanungen vieler Patienten schon wichtig.

00:23:09: diese Information und das glaube ich muss man auch ganz offen besprechen.

00:23:12: aber letztlich ist es nicht erforderlich sich da auf einen speziellen Zeitpunkt sozusagen festzulegen.

00:23:19: Wie gelingt das denn?

00:23:20: Dass man gleichzeitig Hoffnung und aber auch natürlich Realismus verbindet bei so einem Gespräch

00:23:27: Ja, Aber das ist, glaube ich die Kunst letztlich.

00:23:33: Weil es für die Patienten und Patienten schon ganz wichtig ist dass man letztlich auch einen Sinn darin sieht diese Therapie zu machen und den muss es auch geben.

00:23:47: aus meiner Sicht und wenn wir sozusagen hier den Ablauf der Therapie und das realistisch bespricht was zu erwarten dann glaube ich bleibt immer auch Platz für Hoffnung.

00:24:00: Sie sind Hauptverantwortliche Onkologin am Prustgesundheitszentrum in Wels, wenn sie jetzt zwei Minuten Senderzeit zur Primetime im Fernsehen bekommen – was möchten Sie gerne zu sehen mit Teilen zum Thema Prust-Gesundheit?

00:24:16: Ja da möchte ich mitteilen das grundsätzlich das ja die häufigste Tumorerkrankung der Frau ist und dass die Prognose sehr gut ist, dass wir einen Großteil der Patientinnen bei entsprechend früher Diagnose-Stellungen heilen können.

00:24:36: Und deswegen ist es ganz wichtig, dass die Frauen zur Vorsorge gehen und die Vorsorge im Amografie wahrnehmen.

00:24:43: Wie oft sollte man da gehen?

00:24:44: Das sollte man alle zwei Jahre ab dem viertzigsten Lebensjahr durchführen.

00:24:53: Es gibt ja sozusagen ein Programm österreichweit, wo man hier auch eingeladen wird.

00:24:59: Wo immer die Einladung alle zwei Jahre kriegt, dass man zur Postkrebsvorsorge gehen soll und das nehmen leider nur sehr, oder ein geringer Teil etwa vierzig Prozent der Frauen war.

00:25:11: Und das ist glaube ich schon von enormer Bedeutung diese Termine einzuhalten.

00:25:16: Hier kann man eben die Früherkennung fördern und dadurch auch die Heilungschancen deutlich erhöhen, wenn man die Erkrankung rechtzeitig diagnostiziert.

00:25:29: Was sagen Sie zu diesen Genetests über die jetzt immer häufiger gesprochen wird?

00:25:33: Wir hatten auch mal eine Folge wo die Katharina Schneider das erklärt hat.

00:25:37: ich glaube so ein Genetest kostet mittlerweile ungefähr vierhundert Euro wo man dann eben Risiko Gene quasi identifizieren kann.

00:25:47: würden sie das wenn jemand sagt ja ich möchte das investieren Befürworten oder sagen Sie, das bringt im Moment noch nicht wirklich was?

00:25:54: Ich

00:25:54: glaube es gibt gewisse Gentests die in bestimmten Situationen indiziert sind.

00:26:00: Die empfehlen wir den Patienten auch.

00:26:02: aber letztlich muss man sich schon auch überlegen bevor man so einen Test macht wie man dann umgeht damit wenn da ein bestimmtes Risiko heraus kommt und deswegen so globale Tests würde ich eigentlich zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfehle.

00:26:19: Aber wie gesagt, in bestimmten Situationen ist das schon indizierter.

00:26:23: Wissen wir auch was wir dann mit einer Intensivierung der Vorsorge den Patientinnen und auch ihren Familienangehörigen empfehlen können um dann hier entsprechend das Risiko zu minimieren dass eine manifeste Tumerkrankung auftritt?

00:26:38: Sie sind außerdem stellvertretende Leiterin des Tumor-Centrums Oberösterreichs.

00:26:43: Also unglaublich, dass sie überhaupt

00:26:45: noch Zeit haben

00:26:46: sich dazwischen zu bewegen.

00:26:48: was genau passiert da in diesem Tumorzentrum.

00:26:52: Vor allem, was kann sie jetzt als Patientin?

00:26:55: Was habe ich da für Vorteile daraus und welche Vorteile haben die Krankenhäuser in Oberösterreich?

00:27:01: Also grundsätzlich ist das Tumorenzentrum Oberösterien zusammen Schluss aller Abteilungen, die in OberÖsterreich Tumorpatienten behandeln.

00:27:14: wichtiges Ziel dieses Tumorzentrums ist es auch, dass die Patienten und Patientinnen ein Wohnort nahe eine sehr gute Versorgung erhalten.

00:27:27: Das ist dadurch gewährleistet, dass eben die Abteilungen und die Onkologen-Onkologien zusammengeschlossen sind – auch Behandlungsempfehlungen verfassen, an die sich dann die Teilnehmer des Tumorenzentrumshalten in aller Regel Und so eben auch die Expertise, auch in die Peripherie sozusagen getragen wird ins Invierteloberste oder Müllviertel und die Patientinnen und Patienten dort, wo nicht nahe versorgt werden können.

00:28:00: Das gilt natürlich nicht für alle Erkrankungen – es gibt Erkankungen, die im Zentralraum behandelt werden müssen aber letztlich können sozusagen die Patienten von dem von dem Wissen und der Expertise profitieren.

00:28:13: Und dann lernen Sie noch an zwei Universitäten, an der JKO in Linz und an der medizinischen Privatuniversität Salzburg.

00:28:22: Wenn Sie da mit Ihren Studierenden sprechen – was möchten Sie denen mitgeben mal abgesehen vom Lehrstoff für Ihre Arbeit in der Onkologie?

00:28:33: Ja das ist….

00:28:35: ich möchte glaube ich vermitteln dass es das wichtigste dass der Patient im Mittelpunkt steht und das alle Maßnahmen, die wir treffen immer sozusagen für den individuellen Patienten das Beste herausholen sollen.

00:28:51: Und das glaube ich ist das Wichtigste in der Medizin aber auch in der Onkologie ganz besonders.

00:28:56: Man war für Sie klar, dass das der Fachbereich ist auf dem sie sich spezialisieren möchten?

00:29:01: Das habe ich schon im Studium entschieden weil ich eigentlich in jedem Fach die Tumorerkrankungen am liebsten und am spannendsten gefunden haben.

00:29:11: Das ist geblieben, sozusagen diese Faszination für diese

00:29:15: Entitäten.".

00:29:16: Jetzt haben Sie tagtäglich mit dieser Erkrankung Berührungen zu tun.

00:29:20: Bewirkt es dann eigentlich, dass Sie als Privatperson mehr Respekt haben oder auch Angst vor einer eigenen Tumorerkrankung?

00:29:30: Oder bewirkt das eigentlich Ihr Gegenteil, dass sie da gefasst

00:29:33: sind?

00:29:35: Ich glaube, ich stehe dem ganzen relativ pragmatisch gegenüber.

00:29:40: Ich versuche sozusagen die Dinge wie hier am Anfang gesagt habe einzuhalten das beiträgt was geht?

00:29:48: so zu sagen dass man halt sich gesund ernährt und bewegt.

00:29:50: aber letztlich habe ich keine Angst davor.

00:29:55: ich weiß dass es jeden treffen kann Aber besondere Angst habe ich nicht

00:30:03: davor.

00:30:03: Gibt es auch Heilungsgeschichten, die diese Angst noch vermindern, wo sie einfach gesehen haben?

00:30:11: Es ist alles möglich in der Medizin?

00:30:13: Also das kann ich auf jeden Fall bestätigen!

00:30:16: Es ist alle möglich und darum ist es so wichtig... sich in den jeweiligen Patienten individuell zu widmen und die Therapie passend für den individuellen Patienten auszuwählen, weil auch wenn man von vornherein oft nicht so überzeugt ist ob das wirklich gut funktionieren kann.

00:30:43: Da wird man dann auch häufig überrascht und deswegen ist es glaube ich wichtig die Möglichkeiten die wir für unsere Patienten haben auszuschöpfen.

00:30:51: Gibt es noch etwas, das Sie jenen Menschen jetzt zuhören und die vielleicht gerade eine Kripserkrankung durchmachen?

00:30:57: Vielleicht auch gerade erst die Diagnose bekommen haben gerne mitgeben möchten auf den Weg.

00:31:03: Ich glaube

00:31:04: dass das Wichtigste ist, dass wir gemeinsam die Erkrankungen angehen und gegenseitig sozusagen eben die Erwartungen und die Ziele festlegt, dann gemeinsam einen Plan macht und diesen verfolgt.

00:31:24: Und jetzt haben wir fast zum Schluss noch unseren Mythen-Check.

00:31:29: Also ich habe zwei Behauptungen mitgebracht.

00:31:31: wo sie uns bitte einfach sagen ist da was Wahres dran oder ist es eben nur ein Mythos?

00:31:48: Krebs ist Schicksal, wer die falschen Gene in sich hat erkrankt sowieso.

00:31:52: Irgendwann daran kann Prävention auch nichts ändern?

00:31:55: Naja

00:31:57: grundsätzlich ist es so dass es schon Krebserkrankungen gibt die sozusagen genetisch bedingt sind und die auch vererbt werden.

00:32:06: aber das ist wohl der kleinste Teil der Erkrankungen.

00:32:10: Und auch hier ist es nicht so dass man nichts machen kann sondern dass man durch gezielte Vorsorgeuntersuchungen auch versuchen kann, die Tumorerkrankung rechtzeitig zu erkennen und dagegen etwas zu unternehmen.

00:32:23: Und das zweite?

00:32:24: Klinische Studien sind gefährlich.

00:32:26: Wer in einer Studie teilnimmt riskiert seine Gesundheit für die Wissenschaft besser.

00:32:30: man bleibt bei Bewertentherapien.

00:32:33: Das ist wohl wirklich ein Mythos!

00:32:36: In klinischen Studien werden die Patienten ganz besonders genau überwacht.

00:32:44: Die Begleituntersuchungen sind sehr streng und hier wird sehr, sehr genau überwachend was passiert.

00:32:54: Grundsätzlich ist es so dass natürlich auch von der Ethik-Kommission geprüft wird und die Teilnahme an einer Studie wohl nicht immer für den individuellen Patienten einen Vorteil bietet, aber es bringt auf jeden Fall keinen Nachteil für den Patienten.

00:33:15: Und wer ist für eine klinische Studie geeignet?

00:33:17: Kann man da als Patient auch selber mitentscheiden?

00:33:21: Grundsätzlich hängt davon ab, welche klinischen Studien am Zentrum laufen.

00:33:26: Das ist immer genau festgelegt, wer in diese Studie eingeschlossen werden kann und wer nicht.

00:33:33: Da gibt's ganz bestimmte Ein- und Ausschlusskriterien Das bespricht man dann mit den Patienten und letztlich kann und muss der Patient natürlich selbstständig entscheiden ob er daran teilnehmen möchte oder nicht.

00:33:48: Und man kann, das ist glaube ich auch ein wichtiger Punkt wenn man an einer Studie teilnimmt zu jedem Zeitpunkt wieder aussteigen sozusagen ohne einen Nachteil zu erlangen.

00:34:01: Das ist, glaube ich auch ein wichtiger Punkt für die Patienten und Patientinnen zu wissen.

00:34:06: Vielleicht noch ganz generell – gerade wenn wir selber betroffen sind – kommen von Außenratschläge oder man sieht im Internet verschiedenste Empfehlungen?

00:34:18: Was raten Sie denn da, dass man überhaupt noch den Überblick bewahren kann und dann für sich den richtigen Weg findet?

00:34:25: Ja das ist glaube ich sehr schwierig für jeden einzelnen Patienten.

00:34:31: Ich rate immer, dass mir sicher mal primär klar werden möchte was man zusätzlich zu unserer Medizin machen möchte Und dass man sich das aber ganz klar überlegen muss, dass wir das immer auch gemeinsam besprechen sollten.

00:34:48: Weil man das schon abgleichen muss – man weiß ja nicht ob gewisse Dinge die klassische Tumortherapie beeinflusst.

00:34:56: und letztlich glaube ich oder rate ich den Patienten eben sich das zu überlegen und es ist klar, dass alle guten Ratschläge aus der Umgebung immer sehr gut gemeint sind, dass die Menschen natürlich das Beste für den Patienten möchten.

00:35:11: Aber zu viele Dinge, dass man da auch einen Punkt finden muss und sagen muss, dass es nicht braucht.

00:35:20: Einen Ratschlag möchte ich jetzt gerne noch von Ihnen für unser Rezept.

00:35:23: Was schreiben Sie uns denn auf dieses Rezept?

00:35:26: Damit wir vielleicht einfach eine Sache, die wir jeden Tag tun können um unsere Gesundheit

00:35:32: zu schützen!

00:35:35: Das ist natürlich eine schwierige Frage und das auf einen Punkt zu bringen.

00:35:49: Ich denke, dass ein wichtiger Punkt im Leben ist, dass man alles mit Maß und Ziel macht.

00:35:59: Vielen vielen Dank für Ihre Zeit!

00:36:01: Und weiterhin alles Gute wenn Sie die Menschen in dieser sehr schwierigen Situation begleiten.

00:36:07: Vielen Dank noch einmal für die Einladung.

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